Di 11.02.20
20 Uhr
Kino: Drei Söhne

Sondervorstellung am Dienstag:
Deutschland/Österreich/Frankreich/Großbritannien 2017
Dokumentarfilm - 87 Min. - OmU
Regie und Drehbuch: Birgit-Karin Weber

Raphael Wallfisch ist ein international bekannter Cellist, Andre Laks ein Philosophieprofessor, Thomas Frankl ein Galerist. So unterschiedlich die individuellen Lebensläufe der drei Männer auch sind, so eint sie doch die Vergangenheit ihrer Eltern: Denn sowohl Raphaels Mutter als auch die Väter von Andre und Thomas sind Künstler. Und sie sind Überlebende von Auschwitz. Die Filmemacherin Birgit-Karin Weber vereint nun in ihrem Film DREI SÖHNE die Geschichten dieser Menschen, indem sie die Söhne über das Leben von und mit den Eltern erzählen lässt. Dabei wird nicht nur das schwere Schicksal der Überlebenden deutlich, sondern es zeigt sich auch die Bürde der nachfolgenden Generation, die Zeit ihres Lebens mit dem Trauma der Eltern leben musste und es stückweise auch übernommen hat.
Denn alle Söhne fühlen sich dafür verantwortlich, die Kunst der Eltern weiter in die Welt zu tragen. So unterstützt Raphael seine Mutter, die bekannte Anita Lasker-Wallfish, bei ihren Auftritten und Lesungen mit seiner Musik, Thomas führt in Wien eine Galerie, in der er die Kunst seines Vaters Adolf Frankl ausstellt und Andre kümmerte sich zeitweise um die Wiederveröffentlichung der Musik seines Vaters Szymon Laks. In langen Interviews, in denen die große Vertrautheit zwischen den Befragten und der Filmemacherin deutlich wird, sprechen sie offen und ehrlich über die inneren Konflikte, die diese Lebensaufgabe mit sich bringt – und auch über die Mauer des Schweigens, die in allen Elternhäusern aufgebaut wurde und die eine Aufarbeitung der Thematik umso schwieriger macht. Unterlegt wird Webers Dokumentarfilm von Szymon Laks‘ Kompositionen, die den Ton der Erzählung setzen und sie noch um eine interessante Ebene erweitern.
DREI SÖHNE ist ein Dokumentarfilm, der mit großer Ruhe und Tiefe ein wichtiges und vielschichtiges Thema behandelt. Und der dank seiner wunderbar ausgewählten Protagonisten kluge Reflexionen über den Umgang mit Historie und persönlichen Erinnerungen ermöglicht.

Gast im Kino: Regisseurin Birgit-Karin Weber
weitere Infos im WWW

Eintrittskarten
können ab sofort Online und bei den Vorverkaufsstellen gekauft werden oder sind am Veranstaltungstag eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn an der Kasse erhältlich.

Eintritt: 8,00 Euro/erm. 5,00 Euro

Veranstaltungsort: Burg-Lichtspiele, Darmstädter Landstr. 62, 65462 Ginsheim-Gustavsburg
Wegbeschreibung

Veranstalter: Kulturbüro der Stadt Ginsheim-Gustavsburg

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